Funk Container
mann schiebt transportwagen

​​Ein Jahr Freihandelsabkommen mit Indien: Die Partnerschaft gewinnt an Dynamik

07.10.2026

Auf einen Blick

  • ​​Das Freihandelsabkommen mit Indien setzt bereits ein Jahr nach Inkrafttreten wichtige Impulse für Investitionen, wirtschaftliche Zusammenarbeit und langfristiges Wachstum.
  • ​Schweizer Unternehmen planen bis 2030 Investitionen von 29 Milliarden US-Dollar in Indien, welche direkt oder indirekt rund 400'000 Arbeitsplätze schaffen.
  • Zusätzliche Investitionen werden folgen, wenn Indien die Investitionssicherheit und den Schutz des geistigen Eigentums weiter stärkt. 

Artikel teilen

Als PDF herunterladen

​​An der Wirtschaftsmission von Bundespräsident Guy Parmelin nach Indien nahm auch eine hochrangige Schweizer Wirtschaftsdelegation unter der Leitung von economiesuisse teil. Die Reise verdeutlicht die wachsende Bedeutung der Beziehungen zwischen der Schweiz und Indien. Ein Jahr nach Inkrafttreten des Trade and Economic Partnership Agreement (TEPA) zeigt sich bereits: Das Abkommen setzt wichtige Impulse für Investitionen, wirtschaftliche Zusammenarbeit und langfristiges Wachstum. 

Ein Freihandelsabkommen entfaltet Wirkung

​Bereits vor Abschluss des Abkommens wurden ambitionierte Ziele angekündigt. Innerhalb von 15 Jahren sollen Investitionen von insgesamt 100 Milliarden US-Dollar in Indien ausgelöst und bis zu einer Million Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch wenn das TEPA erst seit einem Jahr in Kraft ist, zeichnet sich bereits eine bemerkenswerte Dynamik ab.

​Eine Umfrage der Schweiz-Indischen Handelskammer zeigt, dass Schweizer Unternehmen bis 2030 Investitionen von 29 Milliarden US-Dollar in Indien planen. Damit verbunden wären direkt oder indirekt rund 400'000 Arbeitsplätze. Angesichts der Grösse der Schweiz ist dies eine beeindruckende Zahl. Möglich wird dies durch die Stärke der Schweizer Wirtschaft mit ihren zahlreichen innovativen KMU und international erfolgreichen Grossunternehmen.

​Davon wird auch der Standort Schweiz profitieren. Internationale Präsenz, diversifizierte Wertschöpfungsketten und der Zugang zu Wachstumsmärkten tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Unternehmen langfristig zu sichern. Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten ist eine breite internationale Aufstellung von zentraler Bedeutung.

​Schweizer Stärken treffen auf indischen Bedarf

​Für Indien sind ausländische Investitionen aus der Schweiz sehr willkommen. Das Land zählt rund 1,48 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner und verfügt über eine junge Bevölkerung. In den kommenden Jahren werden zusätzlich rund 150 Millionen Menschen das erwerbsfähige Alter erreichen. Um ihnen Perspektiven zu bieten, benötigt Indien starkes und anhaltendes Wirtschaftswachstum.

​Schweizer Unternehmen können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Die Schweiz geniesst als demokratisches und neutrales Land hohes Vertrauen und bietet Indien die Möglichkeit, seine wirtschaftlichen Partnerschaften zu diversifizieren. Gleichzeitig verfügt die Schweizer Wirtschaft über Kompetenzen, die in Indien stark gefragt sind: von Advanced Manufacturing über Mess- und Sicherheitstechnik bis hin zu Nahrungsmittelprodukten, Pharma, Medizinaltechnik, Infrastrukturprojekten, Energielösungen, Bauplanung, Versicherungen und Investitionspartnerschaften.

Investitionsschutz bleibt zentral

​Damit dieses Potenzial ausgeschöpft werden kann, sind weitere Fortschritte bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen notwendig. Insbesondere beim Schutz geistigen Eigentums besteht Verbesserungsbedarf. Dies betrifft vor allem innovative Branchen wie die Pharmaindustrie. Ebenso wichtig ist der rasche Abschluss eines bilateralen Investitionsschutzabkommens zwischen der Schweiz und Indien. Da nur noch einzelne Punkte offen sind, besteht die Hoffnung, dass eine Einigung noch in diesem Jahr gelingt. 

​Indien gehört zu den bedeutendsten Wachstumsmärkten der Welt. Wenn es gelingt, die Investitionssicherheit weiter zu stärken und attraktive Rahmenbedingungen für ausländische Unternehmen zu schaffen, dürften weitere Investitionen folgen. 

​Indien und die Schweiz ergänzen sich wirtschaftlich hervorragend. Von einer vertieften Partnerschaft profitieren beide Ländern: Indien durch Wachstum, Beschäftigung und Armutsreduktion, die Schweiz durch stärkere internationale Vernetzung, neue Geschäftsmöglichkeiten und einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort.​ 

Newsletter abonnieren

Jetzt hier zum Newsletter eintragen. Wenn Sie sich dafür anmelden, erhalten Sie ab nächster Woche alle aktuellen Informationen über die Wirtschaftspolitik sowie die Aktivitäten unseres Verbandes.

E-Mail-Adresse